Zukunft beginnt vor Ort - gemeinsam für Pfarrkirchen!

Pressemitteilung des SPD Ortsvereins Pfarrkirchen zur Schließung des Real Marktes

Veröffentlicht am 11.09.2021 in Kommunalpolitik

Der SPD Ortsverein Pfarrkirchen kritisiert aufs Schärfste die Entscheidung der Real GmbH und der federführenden SPC Group, den Real Markt in Pfarrkirchen zu schließen.

Der Real gehört zu Pfarrkirchen”, so der Ortsvereins-Vorsitzende und Stadtrat Rainer Niedermeier. “Es kann nicht sein, dass einer der größten Supermärkte in der Region, wegen der unersättlichen Profitgier eines ‘Investment’-Konzerns geschlossen wird”. Die Filiale in Pfarrkirchen ist eine der wenigen gewesen, die zuverlässig Gewinn erwirtschaftet hätte, so der langjährige Stadtrat. Dass man nun ausgerechnet diesen Markt schließt zeigt, dass es der SPC Group nicht um nachhaltige Investitionen, sondern um den schnellen Gewinn geht. Die Folge ist, dass die Stadt Pfarrkirchen insbesondere für Konsumenten im Umland an Attraktivität verliert und die Versorgungslage der Menschen in der ländlichen Region jetzt noch schlechter wird. Insbesondere das Angebot an Non-Food-Waren wird in Zukunft eine spürbare Lücke aufweisen, da der Real Markt hier bisher ein breites und vor allem ein preislich erschwingliches Sortiment führte.

 

Auch Stadträtin Dr. Monika Müller-Rampmaier positioniert sich klar: “Seit Jahrzehnten schafft der Real Markt in Pfarrkirchen gute Arbeitsplätze in der Region und das mit fairen Arbeitsbedingungen. Man kann den Angestellten nicht vermitteln, warum sie nun trotz vollem Einsatz und ohne eigenes Verschulden ihre Arbeit verlieren sollen”. Es ist zu befürchten, dass trotz des angekündigten Sozialplans viele der 102 Mitarbeiter vor großen Herausforderungen stehen werden.

 

Zudem sieht die engagierte Stadträtin auch die Stadt Pfarrkirchen in der Pflicht. So ist es nun wichtig zu klären, wie es mit dem Gelände des Real-Markts weitergehen soll. “Eine leere Halle hilft niemandem. Was wir nach dem hin-und-her der letzten Jahre brauchen ist Klarheit und Planungssicherheit für die Zukunft des Standorts”.

 

Für eine Kreisstadt wie Pfarrkirchen ist die Schließung eine Katastrophe. In diesem Zusammenhang ist auch die Entscheidung des fernen Kartellamtes zu hinterfragen, das die Übernahme durch die Edeka-Kette verhindert, aber die Übernahme durch die SPC Group genehmigt hatte. Die Bedürfnisse der Region sind hierbei in keiner Weise berücksichtigt worden.

 

Der Bundestagskandidat Severin Eder sieht hier auch ein Versagen der Bundespolitik. “Wir beobachten seit Jahren immer wieder das gleiche Muster: gesichtslose ‘Investment’-Firmen kaufen deutsche Unternehmen, die in Schieflage geraten sind. Aber statt die Unternehmen zu sanieren, wird jeglicher Restwert ausgesaugt und alles was sich nicht zu Geld machen lässt, geschlossen”. Die Investoren entziehen sich ihrer sozialen Verantwortung als Unternehmer und werden dabei insbesondere von konservativen und liberalen Parteien gedeckt. “Für mich ist klar, dass die Wirtschaft für die Menschen da sein muss und nicht umgekehrt”, so der Direktkandidat der SPD für Rottal-Inn. “Wenn der schnelle Rubel wichtiger ist, als die wirtschaftliche Entwicklung einer ganzen Region, dann besteht eine massive Schieflage im Verhältnis zwischen den Interessen von Wirtschaft und Gesellschaft”.

 

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