Zukunft beginnt vor Ort - gemeinsam für Pfarrkirchen!

SPD unterstützt Einrichtung einer Fachakademie für Sozialpädagogik

Veröffentlicht am 22.09.2010 in Kreisvorstand

Kreisverband einstimmig gegen Verlängerung von Atomlaufzeiten

In der letzten Vorstandssitzung befasste sich der SPD-Kreisvorstand schwerpunktmäßig mit zwei Themen und zwar mit einem Antrag des Landkreises Rottal-Inn auf Einrichtung einer Fachakademie für Sozialpädagogik bei der staatlichen Berufsschule und der Verlängerung von Atomlaufzeiten. MdL Bernhard Roos hat Renate Hebertinger mitgeteilt, dass der Landkreis Rottal-Inn beim Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus die Einrichtung einer Fachakademie für Sozialpädagogik als staatliche Schule durch Umwandlung eines Teiles der Berufsfachschule für Kinderpflege an der Stattlichen Berufsschule Pfarrkirchen mit Berufsfachschule Hauswirtschaft und Kinderpflege beantragt hat.

Die SPD-Kreisvorsitzende Renate Hebertinger begrüßte den Antrag und teilte mit, dass dieses Bestreben des Landkreises sehr sinnvoll sei, auch aufgrund der Unterstützung durch die Leitung der Berufsschule und verwies vor allem auf die Stellungnahme der Leitung an der Berufsschule Pfarrkirchen. Nach dessen Einschätzung werden gerade in den nächsten Jahren im sozialen und Erfahrungsbereich auf dem Arbeitsmarkt zunehmend höhere Qualifikationen nachgefragt werden.

MdB Florian Pronold hat wie MdL Bernhard Roos seine Unterstützung angeboten. Vor allem Florian Pronold betonte: „Wir brauchen mehr Tempo beim Ausbau der Kinderbetreuung. Ab 2013 haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Damit die Kinder optimal gefördert werden können, müssen auch genügend qualifizierte Fachkräfte vorhanden sein. Eine Fachakademie für Sozialpädagogik hier vor Ort im Landkreis würde helfen, die Personalsituation zu entschärfen und mehr junge Menschen ermutigen, eine Ausbildung als Erzieher oder Erzieherin zu beginnen.

Weite Wege nach Passau, Deggendorf oder Mühldorf schrecken eher davon ab. Der Schulstandort Pfarrkirchen muss erhalten und ausgebaut werden. Es ist sinnvoll, ein zusätzliches Ausbildungsangebot zu schaffen und damit die freiwerdenden Räume anderweitig zu nutzen."

Auch Benjamin Lettl wies auf die Wichtigkeit des Vorhabens hin und unterstreicht, dass es wichtig wäre, wenn der Berufsschulstandort Pfarrkirchen aufgewertet wird. Marion Winter wies daraufhin, dass nächstes Jahr ein doppelter Abiturjahrgang fertig wird und hier unbedingt Ausbildungsmöglichkeiten geschaffen werden müssen.

Auf Antrag von Renate Hebertinger hat der SPD-Kreisverband dann einstimmig beschlossen, das Vorhaben des Landkreises zu unterstützen und machte dabei deutlich, dass insbesondere, vor allem mit der Einrichtung einer Fachakademie für Sozialpädagogik im Landkreis eine höhere Qualifikationsstufe eingeführt werden würde. Auch ein künftiges Angebot von Berufsschule für Kinderpflege und Fachakademie für Sozialpädagogik in einem Haus würde die Attraktivität einer Ausbildung deutlich erhöhen.

Diskutiert hat der SPD-Kreisvorstand auf Initiative der SPD-Kreischefin Renate Hebertinger auch die von der Bundesregierung beschlossene Laufzeitenverlängerung für Atomkraftwerke. Sie betrifft auch das Atomkraftwerk Isar 1 bei Landshut, in dessen unmittelbarer Reichweite auch der Landkreis Rottal-Inn liegt. Die SPD-Kreisvorsitzende Renate Hebertinger hält das Vorgehen der Regierung für politischen Wahnsinn. „Gerade die beschlossene Verlängerung für Isar 1 bis zum Jahr 2019 muss alle Bürger im Landkreis mit Sorge erfüllen. Bereits jetzt kommt es in regelmäßigen Abständen von wenigen Monaten immer wieder zu meldepflichtigen Störfällen im AKW Isar 1. Nicht ohne Grund hat Rot-Grün damals für den Schrottreaktor eine Abschaltung in 2011 durchgesetzt“, betont Hebertinger und ist empört: „Es war noch nie so offensichtlich, wie beim jetzigen Atomdeal, dass eine Deutsche Bundesregierung käuflich ist.“

Die stellv. Kreisvorsitzenden Thomas Asböck und Maria Bellmann rufen die Bürgerinnen und Bürger zum aktiven Protest auf: „Die geplante und zeitlich begrenzte Brennelementesteuer, kombiniert mit einer Absenkung der Vorschriften für Sicherheitsstandards garantieren den Konzernen maximale finanzielle Sicherheit und riesige Gewinne. Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Sicherheit zugunsten der Profitgier der Konzerne geopfert wird.“ Bellmann weist deswegen auf die regelmäßigen Montagsdemonstrationen in unmittelbarer Nähe von Isar 1 hin. Sie könne sich nur wünschen, dass sich möglichst viele Bürger daran beteiligen und sie helfe gerne bei der Vermittlung von Fahrgemeinschaften, was auch über die Mitfahrzentrale des Landkreises möglich sei, so Bellmann. Asböck ergänzt: „Den schwarz-gelben Deal mit der Atomwirtschaft könne man nur als ‚Teufels Werk und Merkels Beitrag‘ bezeichnen.“

 

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